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HINTERGRUND: Die Belastung durch nichtübertragbare Krankheiten (NCDs) hat in einkommensschwachen und mittleren Ländern (LMICs) rapide zugenommen, wo die Bevölkerungen altern und die Prävalenz von Multimorbidität (mehr als zwei gleichzeitig bestehende chronische Erkrankungen) steigt, was den Druck auf bereits überlastete Gesundheitssysteme erheblich erhöhen wird. Wir untersuchen die Auswirkungen der NCD-Multimorbidität auf die Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten und die Ausgaben aus eigener Tasche in sechs einkommensschwachen Ländern: China, Ghana, Indien, Mexiko, Russland und Südafrika. METHODEN: Sekundäranalysen von Querschnittsdaten erwachsener Teilnehmer (>18 Jahre) aus der WHO-Studie zur globalen Alterung und Gesundheit Erwachsener (SAGE) 2007-2010. Wir haben multiple logistische Regression verwendet, um die soziodemografischen Korrelate der Multimorbidität zu bestimmen. Der Zusammenhang zwischen der Anzahl der NCDs und der Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten sowie den Ausgaben aus eigener Tasche wurde mithilfe von logistischen, negativen binomialen und log-linearen Modellen untersucht. ERGEBNISSE: Die Prävalenz von Multimorbidität in der erwachsenen Bevölkerung variierte von 3,9% in Ghana bis 33,6% in Russland. Die Anzahl der Arztbesuche in der primären und sekundären Versorgung stieg erheblich bei Personen mit zunehmender Anzahl von gleichzeitig bestehenden NCDs. Multimorbidität war mit mehr ambulanten Besuchen in China verbunden (Koeffizient für die Anzahl der NCDs = 0,56, 95% CI = 0,46, 0,66), einer höheren Wahrscheinlichkeit hospitalisiert zu werden in Indien (AOR = 1,59, 95% CI = 1,45, 1,75), höheren Ausgaben aus eigener Tasche für ambulante Besuche in Indien und China sowie höheren Ausgaben für Krankenhausbesuche in Russland. Arzneimittel stellten den größten Anteil der Ausgaben aus eigener Tasche bei Personen mit Multimorbidität dar (88,3% für ambulante und 55,9% für stationäre Besuche in China) in den meisten Ländern. SCHLUSSFOLGERUNG: Multimorbidität ist mit höheren Inanspruchnahmen von Gesundheitsdiensten und einer größeren finanziellen Belastung für Einzelpersonen in einkommensschwachen Ländern verbunden. Unsere Studie unterstützt den Aufruf der WHO nach einer universellen Krankenversicherung und Gesundheitsdienstabdeckung in LMICs, insbesondere für gefährdete Gruppen wie ältere Menschen mit Multimorbidität.
Lee et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.
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