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Eintausend aufeinanderfolgende geschlossene diaphysäre Tibiafrakturen, die mit vorgefertigten funktionellen Schienen unterhalb des Knies behandelt wurden, wurden statistisch analysiert, um Faktoren zu bestimmen, die das endgültige Frakturergebnis vorhersagen. Weder das Alter des Patienten noch der Standort der Fraktur beeinflussten die Heilungsgeschwindigkeit. Bei 95 % der Frakturen betrug die endgültige Verkürzung ≤ 12 mm. Die durchschnittliche endgültige Verkürzung betrug 4,28 mm im Vergleich zur durchschnittlichen anfänglichen Verkürzung von 4,25 mm. Dies bestätigte die lang gehegte Hypothese der Autoren, dass im Allgemeinen bei geschlossenen diaphysären Tibiafrakturen, die mit funktionellen Schienen und abgestufter Gewichtsbelastung behandelt wurden, die endgültige Verkürzung nicht über die anfängliche hinaus zunimmt. Die endgültige anguläre Deformität in einer Ebene betrug bei 90 % der Patienten ≤ 6 Grad. Das Vorhandensein einer intakten Fibula war eine relative Kontraindikation für die funktionelle Frakturbehandlung, da die Entwicklung angulärer Deformitäten wahrscheinlicher war. Die Inzidenz von Nichtvereinigung betrug 1,1 %. Die hohe Heilungsrate und die niedrige Morbidität, die mit der funktionellen Behandlung geschlossener Tibiafrakturen verbunden sind, deuten darauf hin, dass der routinemäßige Einsatz teurerer chirurgischer Behandlungen schwer zu rechtfertigen ist. Ein klares Verständnis der Grundlagen der funktionellen Schienenbehandlung, ihrer Indikationen und Kontraindikationen sowie ihres klinischen Anwendungsprotokolls sind entscheidend für das Erreichen zufriedenstellender Ergebnisse.
Sarmiento et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.