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Zusammenfassung: Die Charta der Vereinigung der Südostasiatischen Nationen (ASEAN) wurde offiziell im Februar 2009 angenommen. Artikel 34 der Charta besagt: „Die Arbeitssprache von ASEAN soll Englisch sein“. In diesem Artikel skizziere ich zunächst kurz die Entwicklung des Englischen in ASEAN und zeige, dass Englisch auch in jenen Ländern der ASEAN-Gruppe, die keine Kolonien Großbritanniens oder der Vereinigten Staaten waren, zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Ich zeige, dass in fast allen Fällen die Sprachpolitik der ASEAN-Staaten verlangt, dass die Menschen ihre jeweilige Nationalsprache und Englisch lernen. Diese Kombination des Englischlernens erfolgt zusammen mit dem Erlernen einer Nationalsprache, die eine nationale Lingua franca sein kann, wie Bahasa Indonesia in Indonesien und Filipino auf den Philippinen. Folglich werden viele lokale und indigene Sprachen, abgesehen von der Nationalsprache, in den Lehrplänen vieler Schulen und auch in anderen Bereichen durch Englisch ersetzt. Es ist auch selten, staatliche Schulen in ASEAN zu finden, die die Nationalsprache anderer ASEAN-Staaten unterrichten. Ich schließe mit den Auswirkungen dieser Entwicklung auf die Mehrsprachigkeit in der Region.
Andy Kirkpatrick (Do,) hat diese Frage untersucht.