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ZIEL: Laut der französischen GRECCAR III randomisierten Studie verringert die vollständige mechanische Darprepare (MBP) bei rektalen Eingriffen die Rate postoperative Morbidität, insbesondere postoperative Infektionskomplikationen, jedoch wird MBP von den Patienten nicht gut toleriert. Ziel der vorliegenden Studie war es zu bestimmen, ob ein präoperativer rektaler Einlauf (RE) eine Alternative zu MBP sein könnte. METHODEN: Es wurde eine Analyse von 96 passenden Kohortenpatienten durchgeführt, die sich einer rektalen Resektion mit primärer Anastomose und schützender Ileostomie an zwei verschiedenen universitären Lehrkrankenhäusern unterzogen, deren Management des Rektalkrebses vergleichbar war, mit Ausnahme der Wahl der präoperativen Darprepare (MBP oder RE). Prospektive Datenbanken wurden retrospektiv analysiert. ERGEBNISSE: Die Patienten waren gut hinsichtlich Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index und Charlson-Index übereingestimmt. Der chirurgische Ansatz und die Krebsmerkmale (Höhe über dem Anus, Stadium und Verwendung von neoadjuvanter Therapie) waren zwischen den beiden Gruppen vergleichbar. Anastomosenleckagen traten bei 10 % der Patienten mit MBP und 8 % der Patienten mit RE auf (P = 1,00). Die Bildung von Beckenabszessen (6 % vs. 2 %, P = 0,63) und Wundinfektionen (8 % vs. 15 %, P = 0,55) waren ebenfalls vergleichbar. Extraabdominale Infektionen (13 % vs. 13 %, P = 1,00) und nicht-infektiöse abdominale Komplikationen wie Ileus und Blutungen (27 % und 31 %, P = 0,83) waren nicht signifikant unterschiedlich. Die allgemeine Morbidität war in den beiden Gruppen vergleichbar (50 % vs. 54 %, P = 0,83). SCHLUSSFOLGERUNG: Ein einfacher RE vor der Rektalchirurgie scheint nicht mit mehr postoperativen Infektionskomplikationen oder einer höheren Gesamtmorbidität als MBP verbunden zu sein.
Pittet et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.
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