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Während Tourismusboykotte erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf eine Zielentität haben können, stellen Kritiker oft deren Effektivität in Frage, das Verhalten der Zielentität zu ändern, insbesondere in internationalen Kontexten. Trotz dieser Herausforderungen haben Tourismusboykotte im Laufe der Zeit zugenommen. Diese Studie untersucht die Dynamik von Tourismusboykotten im Kontext internationaler politischer Konflikte und erforscht die Motivationen hinter der Teilnahme der Verbraucher. Während eines laufenden nationalen Boykotts in Südkorea führten wir eine Online-Umfrage mit einem landesweit repräsentativen Erwachsenenpanel durch und sammelten 962 Antworten zur Analyse. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Teilnehmer an Tourismusboykotten—vor allem Frauen, ältere Menschen, Personen mit höherer Bildung und Einkommen sowie Progressive—den Teilnehmern an Verbraucherboykotten in Europa und den USA ähneln. Während die wahrgenommene Wirksamkeit (instrumentale Motivation) oft als entscheidende Variable für die Teilnahme an Verbraucherboykotten hervorgehoben wird, deutet unsere Studie darauf hin, dass Tourismusboykotte hauptsächlich durch expressive Motivationen wie Selbstwertgefühl und Schuld getrieben werden, anstatt durch eine Mischung aus instrumentalen und expressiven Faktoren. Dies legt nahe, dass Verbraucher sich an Tourismusboykotten beteiligen, nicht unbedingt um greifbare Ergebnisse zu erzielen, sondern um persönliche oder ethische Werte auszudrücken, was die besondere Natur von Tourismusboykotten im Kontext des Verbraucheraktivismus hervorhebt.
Park et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.