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Ziel: Diese Studie verglich die Verhaftungsraten für eine breite Palette von Straftaten in einer Kohorte von Empfängern öffentlicher psychiatrischer Dienste und in der Allgemeinbevölkerung.: Verwaltungsdaten einer staatlichen psychiatrischen Behörde wurden mit Daten zu Verhaftungen über einen Zeitraum von 9,5 Jahren in einer Kohorte von Personen mit schwerer und anhaltender psychischer Erkrankung, die öffentliche psychiatrische Dienste in Anspruch nahmen und im Alter von 18–54 Jahren waren (N=10.742), zusammengeführt. Die Verhaftungsraten der Kohorte für acht Straftatskategorien wurden mit denen der Allgemeinbevölkerung für Personen in derselben Altersgruppe über denselben Zeitraum (N=3.318.269) verglichen. Die Daten für die Kohorte, die psychiatrische Dienste in Anspruch nahm, wurden nach Alter und Geschlecht gewichtet, um die demografischen Merkmale der Kohorte mit denen der Allgemeinbevölkerung in Einklang zu bringen.: Die Chancen der Kohortenmitglieder, mindestens eine Verhaftung in einer beliebigen Anklagekategorie zu erleben, waren signifikant höher als die der Allgemeinbevölkerung (Odds Ratio OR=1,62, 95%-Konfidenzintervall=1,52–1,72); die Odds waren in allen Anklagekategorien höher, mit ORs, die von 1,84 für drogenbezogene Straftaten bis 5,96 für Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte reichten. Abgesehen von dem Verbrechen der Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte waren die größten ORs mit Verbrechen gegen Personen und Eigentum sowie mit Vergehen gegen die öffentliche Anstand verbunden. ORs, die mit Verbrechen in Verbindung stehen, waren zwar signifikant, tendierten jedoch dazu, in ihrer Größe etwas geringer zu sein.: Die Straftaten, bei denen Personen mit schwerer psychischer Erkrankung am stärksten gefährdet sind, verhaftet zu werden, sind viele von denen, die derzeit von bestehenden Abkehrprogrammen angesprochen werden. Diese Ergebnisse deuten auf die Notwendigkeit zusätzlicher Forschung hin, die sich mit den Wegen befasst, auf denen individuelle Psychopathologie und sozioökologische Faktoren das Risiko von Straftaten in dieser Bevölkerung beeinflussen.
Fisher et al. (Sam,) untersuchten diese Frage.