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Dieser Artikel untersucht kritisch, wie Ängste vor der Gutgläubigkeit, Unkenntnis und Ausbeutung des Publikums die Reaktion der Medienwissenschaften auf die drängenden Herausforderungen behindern, die durch die wachsende Macht der sozialen Medienplattformen und deren innovative Praktiken der Datenverarbeitung entstehen. Ich überdenke die Geschichte der audience research, um zu zeigen, wie empirische Erkenntnisse die abwertende Auffassung des Publikums in der von Theoretikern der Medienmacht im zwanzigsten Jahrhundert problematisch, aber hartnäckig imaginierte Weise in Frage stellen. Da die Medienwissenschaften gemeinsam mit anderen Disziplinen auf die zunehmende Datenverarbeitung der Gesellschaft reagieren, schlage ich vor, dass das Kulturkreismodell dabei helfen kann, die Medien- (einschließlich Plattform- und Algorithmus-) Macht zu theorize, indem es den hermeneutischen und Handlungsraum zwischen Produktion und Konsumtion eröffnet. Auf diese Weise könnte die kritische Wissenschaft solche Metaprozesse wie Medialisierung und Datenverarbeitung effektiver analysieren, indem sie die Beziehung des Publikums zur Alltagswelt und zur öffentlichen Welt der Bürgeraktionen, der regulatorischen Intervention und der breiteren Gesellschaft erkennt, statt sie zu negieren.
Sonia Livingstone (Fr,) untersuchte diese Frage.
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