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Die Nutzung einer modifizierten ‘hamitischen Hypothese’ in völkermörderischer Propaganda (die Behauptung, dass die afrikanische ‘Zivilisation’ auf rassisch unterschiedlichen kaukasischen Eindringlingen aus dem Norden/Nordosten Afrikas beruhte) ist zu einem zentralen Merkmal der Kommentierung des ruandischen Völkermords von 1994 geworden. Um die Hypothese zu historisieren, verfolgt der Artikel zunächst die Transformation des ‘Hamiten’ durch die europäische Anthropologie zu einem Rasseobjekt und wie die fremde Herkunft ‘der Tutsi’ in kolonialem Ruanda artikuliert wurde. Der Artikel bewertet dann kritisch die Zentralität der Hypothese bei der Konstruktion der Tutsi-Bevölkerung als Ziel des Völkermords. Schließlich untersucht der Artikel sowohl die unbeabsichtigten als auch die expliziten Arten, in denen zeitgenössische Kommentare Aspekte des ‘hamitischen Assemblage’ wiederholen.
Nigel Eltringham (Sa,) hat diese Frage untersucht.