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Glukose modifiziert irreversibel langlebige Makromoleküle, indem sie AGEs in Abhängigkeit von der Glukosekonzentration und der Zeit bildet. AGEs verursachen qualitative und quantitative Veränderungen in den Komponenten der extrazellulären Matrix wie Typ IV-Kollagen, Laminin und Vitronectin. Diese von AGEs verursachten Veränderungen können die Zelladhäsion, das Wachstum und die Matrixakkumulation beeinflussen. AGE-modifizierte Proteine verändern auch die Zellfunktion, indem sie mit spezifischen Rezeptoren auf Makrophagen und Endothelzellen interagieren, und induzieren Veränderungen, die eine Überproduktion von Matrix, fokale Thrombose und Vasokonstriktion fördern. DNA und nukleäre Proteine könnten ebenfalls Ziele für AGE-Schäden sein. Die Persistenz angesammelter AGEs während Zeiträumen normaler Glukosehomöostase könnte das Phänomen des hyperglykämischen Gedächtnisses erklären. Die pharmakologische Hemmung der in vivo AGE-Bildung durch Aminoguanidin verhindert oder lindert diabetische Retinopathie, Nephropathie und Neuropathie in Tiermodellen. Diese Daten legen nahe, dass Aminoguanidin und andere AGE-Hemmer eine potenzielle therapeutische Rolle bei der Behandlung diabetischer Patienten haben.
Michael Brownlee (Tue,) untersuchte diese Frage.