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Realistische oder liberale Erklärungen für das Ende des Kalten Krieges können nicht den spezifischen Inhalt des Wandels der sowjetischen Außenpolitik oder die westlichen Reaktionen darauf erklären. Diese Theorien müssen durch Ansätze ergänzt werden, die die Wechselwirkung zwischen internationalen und inneren Faktoren betonen und die die Annahme ernst nehmen, dass Ideen zwischen strukturellen Bedingungen und den Interessen der Akteure intervenieren. Einige der strategischen Empfehlungen, die die Neukonzeption der sowjetischen Sicherheitsinteressen informierten, stammten aus der westlichen liberalen internationalistischen Gemeinschaft, die transnationale Netzwerke mit „neuen Denkern“ in der ehemaligen Sowjetunion bildete. Diese neuen Ideen wurden kausal entscheidend für die Wende in der sowjetischen Außenpolitik und hatten auch Einfluss auf die amerikanischen und deutschen Reaktionen darauf. Obwohl transnationalen Netzwerke in Deutschland, der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten aktiv waren, variierte ihr Erfolg. Innere Strukturen wie die Natur der politischen Institutionen, die Beziehungen zwischen Staat und Gesellschaft sowie die politische Kultur bestimmen die Fähigkeit transnationaler Netzwerke, erstens Zugang zum politischen System eines Landes zu erhalten und zweitens „gewinnende Koalitionen“ zu bilden. Diese Unterschiede in den inneren Strukturen können weitgehend die Variation der Auswirkungen der strategischen Empfehlungen unter den drei Ländern erklären.
Thomas Risse (Sat,) hat diese Frage untersucht.
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