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Jüngste Forschungen haben nahegelegt, dass Patienten mit Typ-1-Diabetes, die chronisch schlecht kontrollierte Blutzuckerwerte haben, Hyperglykämie anders wahrnehmen als solche, die gut kontrolliert sind. Um diese Beobachtungen zu erweitern, wurden 181 insulinbehandelte Patienten mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes untersucht. Die Patienten füllten einen Selbstbericht-Fragebogen aus, der Fragen zu Gefühlen bezüglich hoher und niedriger Blutzuckerwerte und Strategien zur Aufrechterhaltung der Blutzucker kontrollierte. Auch die glykierten Hämoglobinwerte wurden gemessen. Wir stellten die Hypothese auf, dass der Grad der Blutzucker kontrolle: (1) mit der Wahrnehmung von Hyperglykämie und Behandlungsstrategien für das Management von Hyperglykämie in Zusammenhang stehen würde und (2) nicht mit der Wahrnehmung und den Strategien bezüglich Hypoglykämie. Im Vergleich zu jenen mit 'akzeptabler' oder 'schlechter' Blutzuckerkontrolle nahmen diejenigen mit 'guter' Kontrolle Symptome der Hyperglykämie bei niedrigeren Blutzuckerwerten wahr (p < 0.001) und fühlten sich bei niedrigeren Blutzuckerwerten körperlich am wohlsten (p < 0.001). Sie begannen auch die Behandlung der Hyperglykämie bei niedrigeren Glukosewerten (p < 0.05), setzten niedrigere minimale (p < 0.001) und maximale (p < 0.001) Glukosewerte als Behandlungsziele fest und testeten ihre Blutzuckerwerte häufiger (p < 0.05). Unter den Typ-1-Diabetes-Patienten berichteten die mit 'guter' Kontrolle, dass sie bei niedrigeren Glukosewerten Hypoglykämie erlebten als diejenigen mit 'akzeptabler' oder 'schlechter' Kontrolle (p < 0.05). Es zeigten sich keine Unterschiede in den Behandlungsstrategien für hypoglykämische Symptome. Diese Studie deutet auf einen Einfluss der Wahrnehmungen der Patienten zu Symptomen und Behandlungen in der Selbstversorgung bei Diabetes hin.
Polonsky et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.