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Es besteht die Notwendigkeit, Stigma zu reduzieren und das Bewusstsein zu erhöhen, um die soziale Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Erkrankungen zu verhindern und die Inanspruchnahme von psychischen Gesundheitsdiensten bei jungen Menschen zu erleichtern. Ziel dieser Übersicht war es, die Auswirkungen von Bildungsinterventionen zur Reduzierung von Stigmatisierung und zur Verbesserung des Bewusstseins für psychische Probleme bei jungen Menschen zu untersuchen. Eine elektronische Recherche mittels MEDLINE, PsycINFO und Academic Search Complete wurde durchgeführt, um Studien zu finden, die die Wirksamkeit von Bildungsinterventionen evaluiert haben. Vierzig geeignete Studien wurden identifiziert. Es gab drei Arten von Bildungsinterventionen (Bildungsbedingungen, videobasierte Kontaktbedingungen und Kontaktbedingungen). Achtzehn von 23 Studien berichteten über signifikante Verbesserungen im Wissen, 27 von 34 Studien ergaben signifikante Veränderungen in den Einstellungen gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen. Signifikante Effekte in der sozialen Distanz wurden in 16 von 20 Studien festgestellt. Zwei von fünf Studien verbesserten das Bewusstsein junger Menschen für psychische Erkrankungen signifikant. Allerdings berichteten sechs Studien über Schwierigkeiten bei der Beibehaltung des verbesserten Wissens, der Einstellungen und der sozialen Distanz bei jungen Menschen. Darüber hinaus maßen die meisten Studien nicht die tatsächliche Verhaltensänderung. Aus dem Vergleich der drei Arten von Bildungsinterventionen scheint der direkte Kontakt mit Menschen mit psychischen Erkrankungen (Kontaktbedingungen) entscheidend für die Reduzierung der Stigmatisierung zu sein, während die Komponenten der Bildungs- und videobasierten Kontaktbedingungen noch diskutierbar sind. Trotz der Demonstration der positiven Effekte jeder Bildungsintervention sind ihre langfristigen Auswirkungen nach wie vor unklar. Weitere Forschungen müssen die tatsächliche Verhaltensänderung messen und eine langfristige Nachverfolgung durchführen.
Yamaguchi et al. (Mon.) haben diese Frage untersucht.