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Organismen überleben, indem sie ein Gleichgewicht mit ihrer Umgebung aufrechterhalten. Das Stresssystem ist entscheidend für diese Homöostase. Glukokortikoide modulieren die Stressreaktion auf molekularer Ebene, indem sie die Genexpression, Transkription und Translation sowie andere Signalwege verändern. Die Wirkung besteht in der Hemmung der Funktionen von entzündlichen Zellen, die überwiegend durch die Hemmung von Zytokinen wie IL-1, IL-6 und TNF-alpha vermittelt wird. Die zentralen Effektorproteine der Stressreaktion sind das corticotropinfreisetzende Hormon (CRH) und die Systeme des locus coeruleus-Norepinephrin (LC-NE)/sympathischen Systems. Das CRH-System aktiviert die Stressreaktion und unterliegt der Modulation durch Zytokine, Hormone und Neurotransmitter. Glukokortikoide modulieren auch die Wachstums-, Fortpflanzungs- und Schilddrüsenachsen. Abnormalitäten der Aktivierung des Stresssystems wurden bei entzündlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis sowie bei Verhaltenssyndromen wie melancholischer Depression festgestellt. Diese Störungen sind vergleichbar mit denen, die bei Ratten beobachtet werden, deren CRH-System genetisch abnormal ist. Somit ist die Stressreaktion zentral für den Widerstand gegen entzündliche und Verhaltenssyndrome. In diesem Überblick beschreiben wir die Reaktion auf Stress auf molekularer, zellulärer, neuroendokriner und Verhaltensebene und erörtern die Krankheitsprozesse, die aus einer Dysregulation dieser Reaktion resultieren, sowie aktuelle Entwicklungen in ihrer Behandlung.
Terence M. O’Connor (Do,) hat diese Frage untersucht.
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