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EINFÜHRUNG: Bei Multipler Sklerose (MS) identifizieren paramagnetische Randläsionen (PRLs) im MRI eine Untergruppe von chronisch aktiven Läsionen (CALs), die in klinischen und pathologischen Studien mit einem schwereren Krankheitsverlauf und einer größeren Behinderungsakkumulation in Verbindung gebracht wurden. Neben ihrer prognostischen Relevanz gibt es zunehmende Hinweise, die den Einsatz von PRL als diagnostischen Biomarker unterstützen. ABGEDECKTE BEREICHE: Diese Übersicht fasst die aktuellsten Updates zur MRI-Pathophysiologie von PRL, ihrer Prävalenz bei MS (nach klinischen Phänotypen) im Vergleich zu ähnlichen Zuständen und ihrer potenziellen Rolle als diagnostische MS-Biomarker zusammen. Wir haben PubMed mit den Begriffen "multiple Sklerose" UND "paramagnetische Randläsionen" ODER "Eisenrandläsionen" ODER "Randläsionen" nach Manuskripten durchsucht, die zwischen Januar 2008 und Juli 2022 veröffentlicht wurden. EXPERTENMEINUNG: Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass PRL die diagnostische Spezifität und die Gesamttrefferquote der MS-Diagnose verbessern können, wenn sie zusammen mit den MRI-Kriterien zur Verbreitung im Raum und dem zentralen Venensignal verwendet werden. Dennoch sollten zukünftige prospektive Multizenterstudien die tatsächliche Prävalenz und Spezifität von PRL weiter definieren. Internationale Leitlinien sind erforderlich, um methodische Kriterien für die Identifizierung von PRL festzulegen, bevor sie in die klinische Praxis implementiert werden.
Martire et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.