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Seit den frühen 2000er Jahren wird die Asylpolitik in westlichen Staaten zunehmend vom Konzept des ‚Pull-Faktors‘ dominiert—der Idee, dass die wirtschaftlichen Rechte, die Asylsuchenden gewährt werden, als migrationsfördernd wirken können und Einfluss auf die Anzahl der eingereichten Asylanträge haben werden. Die Pull-Faktor-These wurde von Forschern weithin diskreditiert, bleibt jedoch unter politischen Entscheidungsträgern einflussreich. Durch eine Analyse des Pull-Faktors im britischen Kontext und unter Berufung auf Erkenntnisse der kulturellen politischen Ökonomie argumentiert dieser Artikel, dass die Hegemonie der Pull-Faktor-These am besten als ‚politische Imagination‘ verstanden werden kann, die sowohl durch diskursive als auch durch extradiskursive Praktiken und Prozesse sedimentiert wurde. Der Artikel bietet ein Verständnis dafür, wie eine common sense-Annahme—die durch eine große Menge an Beweisen herausgefordert wird—dominant in der politischen Entscheidungsfindung in einem zentralen Anliegen für Politiker und Entscheidungsträger geworden ist.
Lucy Mayblin (Mon,) hat diese Frage untersucht.