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Vor dem Hintergrund von Unsicherheiten bezüglich Ätiologie und Prognose empfiehlt die gute klinische Praxis üblicherweise sowohl eine affektive (Aufbau einer Beziehung, Zeigen von Empathie) als auch eine kognitive Beruhigung (Bereitstellung von Erklärungen und Aufklärung), um das Selbstmanagement bei Gruppen mit unspezifischen Schmerzzuständen zu stärken. Die spezifische Auswirkung jeder dieser Komponenten in Bezug auf die Patientenergebnisse wurde bisher nicht untersucht. Ziel dieser Übersichtsarbeit war es, die Evidenz aus prospektiven Kohorten in der Primärversorgung, die Interaktionen zwischen Behandelnden und Patienten in Bezug auf Patientenergebnisse maßen, systematisch zu evaluieren. Wir führten eine systematische Literaturrecherche und eine Bewertung der Studienmethodik durch. Wir extrahierten Maße für affektive und kognitive Beruhigung in Konsultationen und deren Assoziationen mit Ergebnissen direkt nach der Konsultation sowie Follow-up-Maßen der Patientenergebnisse. Wir identifizierten 16 Studien aus 16.059 Abstracts. Acht Studien wurden als methodisch hochwertig eingestuft. Aufgrund der Heterogenität der Stichproben und Maße konnte keine Zusammenfassung (Pooling) durchgeführt werden. Affektive Beruhigung zeigte inkonsistente Ergebnisse bei den Messgrößen direkt nach der Konsultation. In 3 methodisch hochwertigen Studien wurde eine Assoziation zwischen affektiver Beruhigung und einer höheren Symptomlast sowie einer geringeren Besserung beim Follow-up festgestellt. Kognitive Beruhigung war in 8 Studien direkt nach den Konsultationen mit höherer Zufriedenheit und Befähigung (Enablement) sowie verringerten Sorgen assoziiert; in 7 Studien mit einer Besserung der Symptome beim Follow-up; und in 3 Studien mit einer reduzierten Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. Trotz Limitationen stützen die Daten die Annahme, dass kognitive Beruhigung vorteilhafter ist als affektive Beruhigung. Wir stellen auf Grundlage dieser Ergebnisse ein vorläufiges Modell vor und schlagen Prioritäten für die zukünftige Forschung vor.
Pincus et al. (Thu,) untersuchten diese Fragestellung.