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Die Alterung der Bevölkerung in den westlichen Gesellschaften und die steigenden Kosten für Gesundheits- und Sozialleistungen lenken die Gesundheitspolitik stärker auf Gesundheitsförderung und Prävention von Behinderungen bei älteren Menschen. Bestrebungen, gefährdete Gruppen älterer Menschen zu identifizieren und den Verlauf vermeidbarer Probleme im Zusammenhang mit dem Altern durch frühzeitige Intervention oder interdisziplinäres Fallmanagement zu verändern, waren jedoch weitgehend erfolglos. Dieses Papier argumentiert, dass dieses Versagen aus der Dominanz einer managerialen Perspektive auf die Gesundheitsversorgung älterer Menschen in der Primärversorgung resultiert, und schlägt stattdessen die Annahme eines klinischen Paradigmas vor, basierend auf dem Konzept der Gebrechlichkeit. Gebrechlichkeit ist in ihrer einfachsten Definition die Vulnerabilität gegenüber negativen Ergebnissen. Es ist ein dynamisches Konzept, das sich von Behinderung unterscheidet und leicht übersehen wird, aber auch einfach mit Heuristiken (Faustregeln) identifiziert und mit einfachen Skalen gemessen werden kann. Konzeptionell passt Gebrechlichkeit gut zum biopsychosozialen Modell der Hausarztpraxis, bietet Praktikern nützliche Werkzeuge für die Patientenversorgung und stellt den Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen einen klinischen Fokus zur Verfügung, um Ressourcen auf eine alternde Bevölkerung auszurichten.
Lepeleire et al. (Sat.) haben diese Frage untersucht.
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