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Leukozyten exprimieren multiple chemotaktische Rezeptoren, die Adhäsion auslösen und ihre Migration lenken können. Die Regulation solcher proadhesiven und migratorischen Reaktionen muss oft in einem komplexen Zytokinmilieu in vivo erfolgen, in dem mehrere Rezeptoren möglicherweise gleichzeitig oder nacheinander aktiv sind. Hier haben wir das Zusammenspiel zwischen der Stimulation des Interleukin-8 (IL-8)-Rezeptors und des formylpeptid-Rezeptors (fPR) untersucht und die Konsequenzen für die Adhäsion von Leukozyten und die chemotaktischen Reaktionen analysiert. IL-8 hat keinen signifikanten Einfluss auf die durch fMLP stimulierte Adhäsion und Migration von humanen Neutrophilen, was darauf hindeutet, dass Leukozyten das Potenzial haben, auf sequenzielle proadhesive und chemotaktische Stimuli während der Zielmigration zu reagieren. Im Gegensatz dazu hat fMLP bei > oder = 10 nM die proadhesiven und chemotaktischen Reaktionen auf IL-8 vollständig aufgehoben, ein trans Effekt, dem der fPR relativ resistent ist. N-formylierte Peptide werden von invasiven Bakterien und lysierten Zellen freigesetzt, und die Dominanz des fPR könnte sicherstellen, dass Signale von diesen terminalen Phagozytenzielen die rekruitierenden Signale des Wirts über IL-8 und andere Chemokinrezeptoren übersteuern können. Eine asymmetrische Hemmung der Adhäsion auslösenden Reaktionen wird auch bei lymphoiden Zellen beobachtet, die mit dem IL-8-Rezeptor A und fPR transfiziert sind, aber in diesem zellulären Kontext werden die chemotaktischen Reaktionen bidirektional aufgehoben, was auf die Möglichkeit einer nachgeschalteten Desensibilisierung von Bewegungsprogrammen hindeutet. Die Interaktion zwischen chemotaktischen Rezeptoren und ihren Signalwegen könnte helfen, die Migration von Leukozyten im Kontext komplexer chemotaktischer Arrays in vivo zu steuern.
Campbell et al. (Mi.) haben diese Frage untersucht.