Key points are not available for this paper at this time.
ZIEL: Konjugierte 11 Positronen-Emissions-Tomographie (PSMA-PET) zur frühen Erkennung von Metastasen bei Patienten mit biochemischem Wiederauftreten (BCR) nach radikaler Prostatektomie (RP) bei klinisch nicht-metastasiertem Prostatakrebs, um es mit CT/MRI allein zu vergleichen und seinen Einfluss auf weitere therapeutische Entscheidungen zu bewerten. MATERIAL UND METHODEN: Ga-PSMA 11 PET/CT (n = 46) oder PET/MRI (n = 71) zwischen Mai 2014 und Januar 2017. BCR wurde definiert als zwei PSA-Anstiege über 0,2 ng/ml. Zwei spezialisierte uro-onkologische Bildgebungsexperten (Radiologie/Nuklearmedizin) überprüften alle Bilder separat. Alle Ergebnisse wurden in einer verblindeten sequentiellen Weise einem multidisziplinären Tumorboard präsentiert, um den Einfluss der PSMA-PET-Bildgebung auf die Entscheidungsfindung zu bewerten. ERGEBNISSE: Die mediane Zeit von der RP bis zum BCR betrug 36 Monate (IQR 16-72). Insgesamt erhielten 69 (59%) Patienten postoperative Strahlentherapie. Der mediane PSA-Wert zum Zeitpunkt der Bildgebung betrug 1,04 ng/ml (IQR 0,58-1,87). PSMA-positive Läsionen wurden bei 100 (85,5%) Patienten nachgewiesen. Die Nachweisraten lagen bei 65% für einen PSA-Wert von 0,2 bis <0,5 ng/ml, 85,7% für 0,5 bis <1, 85,7% für 1 bis <2 und 100% für ≥2. PSMA-positive Läsionen konnten entweder durch Histologie (16%), PSA-Abnahme bei metastasenspezifischer Strahlentherapie (45%) oder zusätzliche Informationen in der diffusiongewichtetem Bildgebung bei durchgeführtem PET/MRI (18%) bei 79% der Patienten bestätigt werden. PSMA-PET identifizierte Läsionen bei 67 Patienten (57,3%), die nach den RECIST 1.1-Kriterien in MRI oder CT keine verdächtigen Korrelate aufwiesen. PSMA-PET veränderte die therapeutischen Entscheidungen bei 74,6% dieser 67 Patienten (p < 0,001), wobei 86% von ihnen für metastasenspezifische Therapien in Betracht gezogen wurden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Wir bestätigen die hohe Leistung der PSMA-PET-Bildgebung zur Erkennung von Rückfallorten bei Patienten mit BCR nach RP, selbst bei relativ niedrigen PSA-Werten. Darüber hinaus liefert es signifikante Informationen zu standardmäßigen CT/MRI, die in einer signifikanten Anzahl von Patienten die Behandlungsstrategien verändern.
Grubmüller et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.