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Dieses Papier hat einen grundsätzlich explorativen Charakter. Es zielt darauf ab, bestehende sowie potenzielle (noch nicht vorhandene) Verbindungen zwischen der Finanzbranche und lokalen Unternehmen zu identifizieren, die nachhaltigere wirtschaftliche Praktiken anstreben. Basierend auf der Beobachtung, dass grüne Investitionen im Wesentlichen an Bedeutung in den Strategien globaler Investoren gewinnen, analysieren wir, wie nachhaltig – im umfassendsten Sinne des Wortes – grüne Investitionen letztendlich sein könnten, wenn grüne Vermögenswerte weiterhin gemäß der Logik von „finanzialisierter Finanzierung“ verwaltet werden. Die Technologien der Kommodifizierung, Verbriefung und des Derivatehandels stehen angeblich im Widerspruch zu alternativen wirtschaftlichen Praktiken, die wirtschaftliche Nachhaltigkeit durch soziale und ökologische Gewinne anstreben. Im Gegensatz dazu untersuchen wir, wie die Finanzbranche zu alternativen Finanzpraktiken, Produkten und Organisationen steht, die nachhaltigkeitsorientierte Finanzierungsdienste anbieten – zum Beispiel regionale Banken, Genossenschaften und Ähnliches – mit einem speziellen Fokus auf grüne, soziale und solidarische Unternehmen. Beide Ansätze haben anscheinend widersprüchliche Ideologien. Wir etablieren einen förderlichen Dialog zwischen den widersprüchlichen Modellen des „grünen Kapitalismus“ und der „alternativen Wirtschaft“, um potenzielle Berührungspunkte zu identifizieren. Der Kontext der lokalen/regionalen Wirtschaft Luxemburgs bietet eine hervorragende Gelegenheit, empirisch drei Untersuchungsebenen zu erschließen: den privaten Sektor, den öffentlichen Sektor und ein internationales Finanzzentrum, einen Schlüsselakteur für grüne Finanzen, und nutzt somit Erkenntnisse aus dem Konzept des Bricolage. Während die Befürworter des aufstrebenden grünen Finanzprofils Luxemburgs dessen positiven Einfluss auf die nationale Markenbildung des kleinen Landes in Kombination mit wirtschaftlichen Anreizen erkennen, weisen kritischere Kommentatoren auf reine „Greenwashing“-Effekte hin.
Dörry et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.