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HINTERGRUND: Das Syndrom der Knochenzementimplantation umfasst das Auftreten von Hypoxämie, Hypotonie, unerwartetem Bewusstseinsverlust oder Herzstillstand, die um die Zeit der Zementierung, der Implantation von Prothesen oder der Reduktion des Gelenks bei der Arthroplastik auftreten. Da die jährliche Zahl der Arthroplastiken zunehmen wird, wird auch mit einer Zunahme der Komplikationen, einschließlich des Syndroms der Knochenzementimplantation, gerechnet. Daher ist ein gutes Verständnis dieses Syndroms wichtig. Diese Überblicksübersicht hat zum Ziel, einen umfassenden Überblick über das aktuelle Wissen über das Syndrom der Knochenzementimplantation zu bieten. METHODEN: Diese Überblicksübersicht wurde basierend auf der PRISMA-ScR-Checkliste durchgeführt. Eine Literaturrecherche wurde in PubMed, Cochrane und Embase durchgeführt. Insgesamt wurden 85 Studien in die Untersuchung einbezogen. ERGEBNISSE: Die Inzidenz des Syndroms der Knochenzementimplantation während der zementierten Hüft- oder Kniearthroplastik variierte zwischen 15,4 % und 46,7 % bzw. 27,5 % und 70,7 %. Die Inzidenz in der Schulterarthroplastik betrug 16,2 %. Bei der nicht zementierten Hüftarthroplastik lag die Inzidenz zwischen 0,0 % und 21,8 %. Die identifizierten Risikofaktoren für das Syndrom der Knochenzementimplantation umfassten fortgeschrittenes Alter, ASA-Körperstatus 3 oder 4 sowie primären Lungenkrebs oder Lungenmetastasen. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Das Syndrom der Knochenzementimplantation ist eine potenziell schwerwiegende Komplikation, die sowohl bei zementierter als auch bei nicht zementierter Arthroplastik auftreten kann. Darüber hinaus ist das Auftreten des Syndroms der Knochenzementimplantation nicht von der Verwendung von Zement abhängig. Die Schwere scheint jedoch mit der Fixierungsmethode assoziiert zu sein.
Brokke et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.