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Proteine, jene Objekte von wachsendem Interesse und Investitionen in der Post-Genomforschung, sind komplexe, dreidimensionale Strukturen, die aus Tausenden von Atomen bestehen. Proteinkristallographen erstellen atomare Modelle von Proteinen unter Verwendung der Methoden der Röntgenbeugung. Diese ethnographische Studie der Proteinkristallographie zeigt, dass das Werden eines Experten in der Kristallographie, und somit das Verstehen solcher komplexen Objekte, von den Forschern erfordert, ihren Körper als Ressource zu nutzen, um präzise molekulare Konfigurationen zu lernen, zu bearbeiten und zu kommunizieren. Zeitgenössische kristallographische Modellierung verlässt sich intensiv auf interaktive Computergraphik-Technologie und erfordert aktives und langanhaltendes Handling und Manipulation des Modells auf dem Bildschirm während des oft mühsamen Prozesses des Modellbaus. Dieses Papier baut sowohl auf ethnographischen Beobachtungen zeitgenössischer Proteinkristallographen als auch auf historischen Berichten über frühe molekulare Modellierungstechniken auf, um die Körperarbeit der kristallographischen Modellierung zu untersuchen, insbesondere die körperlichen Praktiken, durch die Modellierer die komplexen Strukturen von Proteinmolekülen lernen. Ethnographische Beobachtungen deuten darauf hin, dass die Kristallographen beim Bauen und Manipulieren von Proteinmodellen auch verkörperte Modelle neben den digitalen Darstellungen, die sie auf dem Bildschirm erstellen, skulptieren. Kristallographische Modellierung an der Computeroberfläche ist somit nicht nur ein Mittel zur Produktion von Darstellungen von Proteinen; es ist auch ein Mittel zur Schulung der Körper und Vorstellungen von angehenden Kristallographen. Die molekularen Verkörperungen der Proteinkristallographen bieten somit einen Ort, um eine neue Reihe von Fragen für Studien über die visuellen Kulturen und Wissenspraktiken in den computervermittelten Lebenswissenschaften aufzuwerfen.
Natasha Myers (Mi,) untersuchte diese Frage.
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