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HINTERGRUND: Augeninfektionen bleiben eine Hauptursache für Blindheit und Morbidität weltweit. Während die Prognose von der zeitlichen und genauen Diagnosestellung abhängt, bleibt die Ätiologie in etwa 50 % der vermuteten infektiösen Uveitis-Fälle unklar. Ziel dieser Studie ist es, zu bestimmen, ob unvoreingenommene metagenomische Tiefensequenzierung (MDS) Krankheitserreger in intraokularen Flüssigkeitsproben von Patienten mit Uveitis genau nachweisen kann. METHODEN: Dies ist eine Machbarkeitsstudie, in der intraokulare Flüssigkeitsproben von fünf Probanden mit bekannten Diagnosen und einem Probanden mit bilateraler chronischer Uveitis ohne bekannte Ätiologie entnommen wurden. Die Proben wurden einer MDS unterzogen, und die Ergebnisse wurden mit denen konventioneller diagnostischer Tests verglichen. Krankheitserreger wurden mittels einer schnellen computergestützten Pipeline identifiziert, um die von der MDS erhaltenen Nicht-Wirt-Sequenzen zu analysieren. ERGEBNISSE: Unvoreingenommene MDS von intraokularer Flüssigkeit ergab Ergebnisse, die mit bekannten Diagnosen bei Probanden mit (n = 4) und ohne (n = 1) Uveitis übereinstimmten. Proben, die positiv auf Cryptococcus neoformans, Toxoplasma gondii und Herpes-simplex-Virus 1 getestet von einem durch das Clinical Laboratory Improvement Amendments zertifizierten Labor waren, wurden korrekt mit MDS identifiziert. Das Rötelnvirus wurde in einem Fall von chronischer bilateraler idiopathischer Uveitis identifiziert. Der Stamm des Probanden war am engsten mit einem deutschen Rötelnvirus-Stamm verwandt, der 1992 isoliert wurde, ein Jahr bevor er Fieber und Ausschlag entwickelte, während er in Deutschland lebte. Das Muster und die Anzahl der identifizierten viralen Mutationen im Stamm des Patienten waren konsistent mit einer langfristigen viralen Replikation im Auge. SCHLUSSFOLGERUNGEN: MDS kann Pilze, Parasiten sowie DNA- und RNA-Viren in geringen Volumina von intraokularen Flüssigkeitsproben identifizieren. Die Identifikation einer chronischen intraokularen Rötelnvirus-Infektion hebt die Rolle des Auges als langfristigen Reservoir für Krankheitserreger hervor, was Implikationen für die Virusausrottung und aufkommende globale Epidemien hat.
Doan et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.