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Kollektive historische Entschuldigungen nehmen weltweit zu. Diese Entschuldigungsrituale bewegen sich vage zwischen moralischen, historischen und rechtlichen Grundlagen und schaffen eine Vergangenheit, indem sie bestehende Kollektive mit vergangenen verbinden, die entweder Unrecht perpetuierten oder selbst Opfer waren. Diese angenommene Kontinuität projiziert auf diese Kollektive Aspekte ahistorischer, liberaler Subjekte, die nun nicht nur historische Unrechtstände pragmatisch (wie zum Beispiel durch Entschädigung) ansprechen müssen, sondern sich auch auf der globalen Bühne bereuen müssen. Diese Entschuldigungen sind jedoch dazu bestimmt, abortive Rituale zu sein, deren Bedingungen für das Entstehen die Möglichkeit der Transformation verleugnen.
Michel-Rolph Trouillot (Sa,) untersuchte diese Frage.
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