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Zusammenfassung Dieser Artikel lenkt die Aufmerksamkeit auf die ideologische Rolle, die der neoliberale Diskurs über Korruption bei der Förderung der Reformen der zweiten Generation in Ländern des Südens seit der Finanzkrise in Ostasien 1997 gespielt hat. Dieser Diskurs ist ahistorisch, insofern er Korruption nicht als ein Problem der Moderne erkennt; voreingenommen, insofern er Korruption nur mit den historischen und kulturellen Besonderheiten der Länder des Südens assoziiert; widersprüchlich in Bezug auf seine kontraproduktiven Anti-Korruptionsstrategien; und politisiert, da er 'Korruption' als 'Rentenstreben' neu definiert hat. In Abwesenheit alternativer radikaler Konzeptualisierungen wurde diese im Wesentlichen wettbewerbsbedingte neoliberale Orthodoxie zur Korruption leicht mit moralisch basierten populären Anliegen in der Innenpolitik artikuliert und hat daher eine hegemoniale Fähigkeit erlangt. Der Artikel untermauert diese Argumente, indem er den Verlauf der neoliberalen Anti-Korruptionsagenda in der Türkei untersucht, mit einem besonderen Fokus auf die Entwicklungen der Zeit nach der Finanzkrise 2001.
Pınar Bedirhanoğlu (Mon,) hat diese Frage untersucht.