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Die Leistung von Auge und Gehirn hat mit dem enormen technischen Fortschritt im ersten vollwertigen Jahrhundert der Radiologie nicht Schritt gehalten. Fehler und Variationen in der Interpretation stellen nun den schwächsten Aspekt der klinischen Bildgebung dar. Die Interpretationen, die von der Konsensansicht eines „Experten“-Panels abweichen, können als Fehler angesehen werden; wenn die Experten keinen Konsens erzielen, werden unterschiedliche Berichte als „Beobachtervariation“ betrachtet. Fehler entstehen aus schlechter Technik, Wahrnehmungsfehlern, Wissensmangel und Fehleinschätzungen. Die Beobachtervariation ist erheblich und sollte in Betracht gezogen werden, wenn verschiedene Diagnosetechniken verglichen werden; in vielen Fällen überwiegt der Unterschied zwischen den Beobachtern den Unterschied zwischen den Techniken. Strategien zur Reduzierung von Fehlern umfassen Aufmerksamkeit auf die Betrachtungsbedingungen, Schulung der Beobachter, Verfügbarkeit vorheriger Filme und relevanter klinischer Daten, duale oder multiple Berichterstattung, Standardisierung der Terminologie und des Berichtsformats sowie Unterstützung durch Computer. Die digitale Erfassung und Anzeige wird wahrscheinlich keinen Einfluss auf die Beobachtervariation haben, aber die Leistung der Radiologen, gemessen durch die Receiver Operating Characteristics (ROC)-Analyse, kann durch computerunterstützte Suche nach spezifischen Bildmerkmalen verbessert werden. Andere aktuelle Entwicklungen zeigen, dass, wo Bildmerkmale umfassend beschrieben werden können, die Computeranalyse die Wahrnehmungsfunktion des Beobachters ersetzen kann, während die Funktion der Interpretation in manchen Fällen besser durch künstliche neuronale Netze durchgeführt werden kann. Allerdings befindet sich die computerassistierte Diagnose noch in der Kindheit, und ein vollständiger Ersatz des menschlichen Beobachters ist bislang eine entfernte Möglichkeit.
P Robinson (Sat.) hat diese Frage untersucht.
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