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HINTERGRUND: Die Anzahl psychiatrischer Betten (allgemeine, forensische und stationäre) und die Gefängnispopulationen wurden als Indikatoren für die Institutionalisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen angesehen. Ziel dieser Studie war es, die Veränderungen dieser Indikatoren in Mittelosteuropa und Zentralasien (CEECA) über die letzten drei Jahrzehnte zu bewerten, um zu erfassen, wie sich die Versorgung in diesem historischen Zeitraum entwickelt hat. METHODEN: Wir haben retrospektiv Daten über die Anzahl psychiatrischer Betten und die Gefängnispopulationen aus 30 Ländern in CEECA zwischen 1990 und 2019 erfasst. Wir berechneten den Median der prozentualen Veränderungen zwischen den ersten und letzten verfügbaren Datenpunkten für das gesamte CEECA sowie für Gruppen von Ländern basierend auf früheren politischen Allianzen und Einkommensniveaus. ERGEBNISSE: Primäre nationale Daten wurden aus 25 von 30 Ländern abgerufen. Für die verbleibenden fünf Länder wurden Daten aus internationalen Registern verwendet. Für das gesamte CEECA betrug der mediane Rückgang der allgemeinen Raten psychiatrischer Betten 33,8% zwischen 1990 und 2019. Mediansteigerungen wurden für forensische psychiatrische Betten (24,7%), stationäre Einrichtungen (12,0%) und für Gefängnispopulationen (36,0%) beobachtet. Größere Rückgänge der Raten psychiatrischer Betten wurden in Ländern mit niedrigerem Pro-Kopf-Einkommen sowie in Ländern, die früher Teil der Sowjetunion waren, festgestellt. Siebzehn von 30 Ländern zeigten über die Zeit umgekehrte Trends für allgemeine psychiatrische Betten und Gefängnispopulationen, was auf einen möglichen Wandel der Institutionalisierung hin zu Justizvollzugseinrichtungen hindeutet. INTERPRETATION: In den meisten Ländern gab es einen Rückgang der Raten allgemeiner psychiatrischer Betten, während es einen Anstieg der forensischen Kapazitäten gab. Es gab einen Anstieg der Inhaftierungsraten in einer Mehrheit der Länder. Die große Variation der Veränderungen unterstreicht die Notwendigkeit von Politiken, die auf Daten und Vergleichen zwischen Ländern basieren. FINANZIERUNG: Agencia Nacional de Investigación y Desarrollo in Chile, Förderprogramm FONDECYT Regular, Fördernummer 1190613.
Mundt et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.
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