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Das durch den Arts and Humanities Research Council finanzierte Projekt Enzyklopädie der Sprache Shakespeares hat eine Ressource hervorgebracht, die es Nutzern ermöglicht, Shakespeares Stücke auf verschiedene (semi-automatische) Weisen über eine webbasierte Korpusabfrage-Schnittstelle, die von der Lancaster University gehostet wird, zu erkunden. Es ermöglicht Nutzern beispielsweise, ein Korpus von Shakespeares Stücken mithilfe von Abfragen, die nach dramatischem Genre, Geschlecht und/oder sozialem Status der Charaktere eingeschränkt sind, zu befragen und die Sprache der Stücke nicht nur auf der Wortebene, sondern auch auf grammatikalischer und semantischer Ebene zu analysieren (durch Abfragen von Wortarten oder semantischen Kategorien). Mithilfe von Schlüsselworttechniken untersuchen wir, wie sich die Sprache von Frauen und Männern allgemein, nach sozialem Status (hoch oder niedrig) und nach Genre (Komödie, Geschichte und Tragödie) unterscheidet. Unter unseren Erkenntnissen stellen wir Unterschiede in der Verwendung von Pronomen und Verweisen auf männliche Autorität fest (weibliche Übernutzung von 'ich' und 'Ehemann' sowie männliche Übernutzung von 'wir' und 'König'). Außerdem beobachten wir, dass hochgestellte Männer in Komödien (im Gegensatz zu Geschichten und Tragödien) durch höfliche Bitten ('bitte Sie') und scharfsinnigen 'Witz' gekennzeichnet sind. Trotz zahlreicher Ähnlichkeiten zwischen der Nutzung von geschlechtsspezifischen Sprachformen durch Frauen und Männer ('Frau') verwenden männliche Charaktere allein Begriffe wie 'weibisch' abwertend.
Murphy et al. (Sat.) haben diese Frage untersucht.