Dieser Artikel interpretiert die Annahme des Christentums durch den aksumitischen König Ezana im vierten Jahrhundert anhand zeitgenössischer Münzen und Inschriften neu und stellt die vorherrschende wissenschaftliche Erzählung in Frage, die auf kirchlichen Historikern basiert, insbesondere auf Rufinus’ Kirchlicher Geschichte. Es wird argumentiert, dass Ezana – ähnlich wie Konstantin einige Jahrzehnte zuvor – das Christentum strategisch einsetzte, um seinen Glauben unterschiedlich gegenüber verschiedenen Zielgruppen zu projizieren, um politische Effekte zu erzielen. Durch die Neufassung von Ezanas Annahme des Christentums bietet der Artikel eine frische Perspektive auf sowohl den König als auch das spätantike Aksum und legt nahe, dass das Christentum im Horn von Afrika von unten nach oben verbreitet wurde, anstatt von oben herab aufgezwungen zu werden.
Aaron Michael Butts (Di,) untersuchte diese Frage.