110 Gräben mit einer Länge von 50 m und einer Breite von 1,80 m wurden über die vorgeschlagenen Entwicklungsflächen gezogen. Die Gräben wurden mittels einer Kombination aus zufälligem Rastermuster und gezielten Grabungen angelegt, um eine 4%ige Stichprobe des Entwicklungsgebiets zu erreichen und die Ergebnisse einer geophysikalischen Untersuchung zu überprüfen. Die Artefaktsammlung aus den archäologischen Probeschachtungen war insgesamt recht spärlich, und die meisten römischen Keramikstoffe eigneten sich nicht für eine enge Datierung. Nachmittelalterliche landwirtschaftliche Praktiken und andere moderne Aktivitäten dürften einige der archäologisch "leeren" Gräben erklären. Es überdeckt jedoch ein vermuteter (undatierter) nachmittelalterlicher Unterboden den archäologischen Horizont in allen ausgewerteten Bereichen, und es wird geschlossen, dass die Aktivitätslosigkeit in den meisten Abschnitten tatsächlich vorhanden ist. Die potenziellen archäologischen Merkmale, die durch Geophysik für die Bereiche A und D vorgeschlagen wurden, waren entweder nicht vorhanden oder erwiesen sich bei der Ausgrabung als modern, und es gab gewisse räumliche Verzerrungen bei den Merkmalen, die durch die Vermessung lokalisiert wurden. Im Bereich B unterstützten die Bewertungsergebnisse größtenteils die Schlussfolgerungen der geophysikalischen Untersuchung. Hier deutete eine Anordnung von linearen Strukturen (im Plan „L“-förmig und in grober Nord-Süd- und Ost-West-Ausrichtung) auf eine Form von Landschaftsbegrenzung hin. Diese war in mehreren Gräben vorhanden und, wo Funde zu verzeichnen waren, wurden diese überwiegend als römisch beurteilt. Flankierend dieser Begrenzung auf der Westseite befand sich ein unerwarteter, früherer Graben ähnlicher Dimensionen mit derselben groben Nord-Süd-Ausrichtung, der Fragmente früher römischer oder potenziell später prähistorischer bis eisenzeitlicher Keramik enthielt. In Bereich A wurden nur kleine undatierte und moderne Strukturen festgestellt. Eine kleine Anzahl geringfügiger römischer und undatierter, vermutlich römischer Gräben wurde in den Bereichen B, C und D ohne erkennbare Fortsetzung in andere Gräben beobachtet, darunter ein einzelner vermutlich römischer Graben unterschiedlicher Ausmaße in der nordwestlichen Ecke von Bereich D. Dieser in grober Nordost-Südwest-Richtung verlaufende undatierte Graben wurde aufgrund seines Profils als alt angesehen, wobei zu beachten ist, dass er – wie alles in diesem Bereich – trotz gründlicher Ausgrabung undatiert blieb. Archäologische Merkmale späterer Perioden umfassen mittelalterliche Furchen, einige davon mit nachmittelalterlicher Verschlammung, sowie zwei ehemalige nachmittelalterliche Feldgrenzen und einen Teich, die in der Erstausgabe der Ordnance Survey von 1886 ersichtlich sind. Einer der Gräben verlief parallel zum bestehenden Bauernweg zwischen den Bereichen B und C und wurde punktuell auf das 18./19. Jahrhundert datiert. Dies dürfte mit der Neuordnung der nachmittelalterlichen Landschaft im Zeitalter der 'Einhegung' zusammenhängen, ebenso wie der (undatierte) landwirtschaftliche Unterboden.
Robin Weaver (Mon,) untersuchte diese Frage.