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Schwierigkeiten in inhibitorischen Prozessen haben sich als charakteristisch für die Leistungen von schlechten Lesern gezeigt. Die inhibitorische Ineffizienz von schlechten Lesern wird jedoch am häufigsten durch ihre Resistenz gegenüber proaktiver Interferenz bewertet, d.h. die Fähigkeit, irrelevante Aufgabeninformationen aus dem Arbeitsgedächtnis (WM) zu unterdrücken. In zwei Studien wurden Aufgaben zur Bewertung der Resistenz gegen proaktive Interferenz (Einschleichfehler), die Reaktion auf Ablenkungen (Text mit Ablenkungen Aufgabe) und die Hemmung vorherrschender Reaktionen (Stroop- und Hayling-Tests), zusammen mit WM-Messungen, Kindern im Alter von 10 bis 11 Jahren, sowohl guten als auch schlechten Lesern, vorgelegt. Ziel der Studie war es, spezifisch zu bestimmen, ob allgemeine oder spezifische inhibitorische Faktoren die Leseprobleme von schlechten Lesern beeinflussen. Die Ergebnisse zeigten, dass schlechte Leser im Vergleich zu guten in WM-Aufgaben und in inhibitorischen Aufgaben, die die Resistenz gegen proaktive Interferenz bewerten, beeinträchtigt sind. Dies legt nahe, dass die Leseverständnisschwierigkeiten von schlechten Lesern mit spezifischen inhibitorischen Problemen zusammenhängen.
Borella et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.
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