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Die Möglichkeit der Pharmazie, als Beruf reifer zu werden, indem sie ihre soziale Verantwortung annimmt, um vermeidbare Arzneimittel-bedingte Morbidität und Mortalität zu reduzieren, wird untersucht. Die Pharmazie hat die Apothekerrolle abgelegt, ist jedoch noch nicht zu ihrer früheren Bedeutung in der medizinischen Versorgung zurückgekehrt. Es genügt nicht, das richtige Arzneimittel abzugeben oder anspruchsvolle pharmazeutische Dienstleistungen anzubieten; es wird auch nicht ausreichen, neue technische Funktionen zu entwickeln. Apotheker und ihre Institutionen müssen aufhören, nach innen zu schauen, und beginnen, ihre Energien dem größeren sozialen Wohl zu widmen. Etwa 12.000 Todesfälle und 15.000 Krankenhausaufenthalte aufgrund von Arzneimittelnebenwirkungen (ADRs) wurden 1987 der FDA gemeldet, und viele wurden nicht gemeldet. Arzneimittelbedingte Morbidität und Mortalität sind oft vermeidbar, und pharmazeutische Dienstleistungen können die Anzahl der ADRs, die Dauer der Krankenhausaufenthalte und die Kosten der Versorgung reduzieren. Apotheker müssen den Faktionalismus aufgeben und patientenorientierte pharmazeutische Betreuung als ihre Praxisphilosophie annehmen. Der Fokus der Praxis muss von Produkten und biologischen Systemen auf die Gewährleistung der besten Arzneimitteltherapie und der Patientensicherheit verlagert werden, was das Verantwortungsniveau der Pharmazie erhöhen und philosophische, organisatorische und funktionale Veränderungen erfordern wird. Es wird notwendig sein, neue Praxisstandards festzulegen, kooperative Beziehungen zu anderen Gesundheitsberufen aufzubauen und Strategien zur Vermarktung pharmazeutischer Betreuung zu entwickeln. Die Reprofessionalität der Pharmazie wird nur dann vollständig sein, wenn alle Apotheker ihr soziales Mandat akzeptieren, um die sichere und effektive Arzneimitteltherapie des einzelnen Patienten zu gewährleisten.
Hepler et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.