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Die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses spiegelt eine zentrale Fähigkeit des Individuums wider, die die Leistung bei vielen kognitiven Aufgaben beeinflusst. Jüngste Arbeiten haben nahegelegt, dass ein wichtiger Kovariate der Gedächtniskapazität die Aufmerksamkeitskontrolle ist. Insbesondere sind Individuen mit niedriger Kapazität anfälliger für die Aufmerksamkeitsfesselung durch Ablenkungen als Individuen mit hoher Kapazität, die in der Lage sind, sich zu widersetzen. Hier haben wir einen alternativen Ansatz getestet, wonach alle Individuen gleichermaßen anfällig für attentionales Fangen sind, aber Individuen mit hoher Kapazität sich schneller erholen als solche mit niedriger Kapazität. Mithilfe psychophysikalischer und elektrophysiologischer Methoden haben wir die Wiederherstellungszeit nach attentionaler Fassung gemessen. In zwei Experimenten stellten wir fest, dass Individuen mit hoher und niedriger Kapazität in den ersten Momenten nach der Fassung vergleichbare Aufmerksamkeitsfängeffekte zeigten, jedoch benötigten Individuen mit niedriger Kapazität viel länger, um sich zu erholen als Individuen mit hoher Kapazität. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die schlechte Aufmerksamkeitskontrolle, die mit niedriger Kapazität verbunden ist, auf eine langsame Ablösung von Ablenkungen zurückzuführen ist.
Fukuda et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.