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Zusammenfassung: Durch eine genaue Analyse der Maastricht-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts kritisiert Weiler die sogenannte No-Demos-Thesis, nach der das Fehlen eines europäischen Demos die Demokratisierung der Union auf europäischer Ebene ausschließt und die Vermittlung durch die Institutionen der Mitgliedstaaten erfordert. Er verfolgt die Wurzeln dieser These zu Carl Schmitt und argumentiert, dass sie ein Versagen des Gerichts darstellt, die Union in anderen Begriffen als dem schmittianischen Ansatz der deutschen Verfassungstheorie zu verstehen. Er behauptet unter anderem, dass die No Demos-These auf einem organischen Verständnis von Volk beruht, das aus der Tradition des europäischen Nationalstaats stammt und Nationalität und Staatsbürgerschaft vermischt, sodass Demos nur in staatlichen Begriffen gedacht werden kann. Weiler präsentiert zunächst eine alternative Sichtweise der Union und des Supranationalismus und bietet dann eine nicht-organische Sichtweise von Demos an und plädiert für ein 'europäisches' Verständnis von Mitgliedschaft, bei dem jede Person mehreren Demoi angehört, die auf unterschiedliche Weise definiert sind.
Joseph H. H. Weiler (Wed,) hat diese Frage untersucht.
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