Key points are not available for this paper at this time.
Das vorliegende Papier plädiert für die Auffassung, dass bei der Verteilung der Aufmerksamkeit über das Sichtfeld in der ersten Informationsdurchlauf durch das Gehirn die visuelle Selektion völlig stimulationsgesteuert ist. Erst später im Zeitverlauf wird durch rekurrentes Feedback-Processing eine willentliche Kontrolle basierend auf Erwartung und Zielvorgabe die visuelle Selektion in einer Top-Down-Art und Weise beeinflussen. Hier überprüfen wir Verhaltensbeweise sowie Beweise aus ERP, fMRI, TMS und Einzelzeleaufnahme, die mit der stimulusgesteuerten Selektion übereinstimmen. Alternative Standpunkte, die der Top-Down-Verarbeitung eine große Rolle zusprechen, werden diskutiert. Es wird argumentiert, dass in den meisten Fällen Beweise, die die Top-Down-Kontrolle auf die visuelle Selektion unterstützen, in der Tat die Top-Down-Kontrolle auf Prozesse demonstrieren, die später im Zeitverlauf auftreten, nach der initialen Selektion. Wir schließen daraus, dass Top-Down-Wissen über nicht-räumliche Merkmale der Objekte die initiale Selektionspriorität nicht ändern kann. Nur indem die Größe des Aufmerksamkeitsfensters angepasst wird, kann der erste Informationsdurchlauf durch das Gehirn auf Top-Down-Weise verändert werden.
Jan Theeuwes (Thu,) untersuchte diese Frage.
Synapse has enriched 4 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: