Key points are not available for this paper at this time.
HINTERGRUND: Es gibt widersprüchliche Beweise für die Wirksamkeit der verschiedenen Strategien zur Verhinderung von postoperativen Seromen. Viele hochwertige Studien wurden durchgeführt, um diese Strategien zu bewerten, aber die Anzahl der in diesen Studien eingeschlossenen Patienten war gering. Ziel der Autoren war es, eine systematische Übersicht über alle Level-I- und II-Studien zur Prävention von postoperativen Seromen zu erstellen. METHODEN: Eine PubMed-Suche wurde durchgeführt, um alle Level-I- und II-Studien zu identifizieren, die Strategien zur Prävention von postoperativen Seromen evaluierten. Nur englischsprachige vergleichende Studien an Menschen, die Serome als postoperative seröse Flüssigkeitsansammlungen definieren, die bei der klinischen Untersuchung nachweisbar sind, wurden einbezogen. Die Daten aller Studien wurden zusammengetragen, und eine systematische Übersicht wurde durchgeführt, um die Wirksamkeit jeder Strategie zu bewerten. ERGEBNISSE: Es wurden fünfundsiebzig Studien mit 7173 Patienten einbezogen. Effektive Strategien zur Seromprävention umfassten den Einsatz von geschlossenen Saugdrainagen; die Drainagen bis zur minimalen Ausflussmenge zu belassen; einen hohen Druckgradienten in den Drainagen aufrechtzuerhalten; scharfe oder ultrasonische Dissektion statt Kauterisation zu verwenden; den Bauch an einer Stelle oberhalb der Scarpa-Faszie zu disektieren; Blutgefäße mit Nähten oder Clips zu ligieren; Quilt- oder progressive Spannnähte zu verwenden; Fibrin, Thrombin oder Talkum zu nutzen; und die chirurgische Stelle postoperativ zu immobilisieren. Eine Kompression der chirurgischen Stelle verhinderte nicht die Ansammlung von Seromen. Der Einsatz von Sklerosanten bei der ersten Operation erhöhte tatsächlich das Risiko eines Seroms. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Serome sind eine häufige und frustrierende Komplikation in der plastischen Chirurgie. Diese Studie zeigt, dass einfache Strategien verwendet werden können, um das Risiko von Seromen zu senken. KLINISCHE FRAGE/EBENEN DER EVIDENZ: Therapeutisch, II.
Janis et al. (Mittw.) haben diese Frage untersucht.