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Diese Studie lieferte eine longitudinale Bewertung der Fertigkeitsentwicklung in der Addition für 26 normale und 12 mathematisch behinderte Kinder der ersten oder zweiten Klasse. Beim ersten Messzeitpunkt lösten die Kinder 40 einfache Additionsaufgaben. Zehn Monate später wurde allen Probanden die Additionsaufgabe erneut und eine Messung der verfügbaren Arbeitsgedächtnisressourcen vorgelegt. Im Verlauf der Messzeitpunkte zeigte die normale Gruppe eine erhöhte Abhängigkeit von der Gedächtnisabruf und eine verringerte Abhängigkeit vom Zählen zur Lösung der Additionsprobleme sowie eine Steigerung der Geschwindigkeit beim Zählen und beim Abrufen mathematischer Fakten aus dem Langzeitgedächtnis. Die mathematisch beeinträchtigte Gruppe zeigte keine zuverlässigen Änderungen in der Mischung der Problemlösestrategien oder in der Ausführungsrate der Zähl- oder Gedächtnisabrufstrategien. Schließlich wurden zuverlässige Unterschiede zu Gunsten der normalen Gruppe für den Index der Arbeitsgedächtnisressourcen gefunden. Eine recente großangelegte Studie ergab, dass mehr schulpflichtige Kinder eine Form von mathematischer Behinderung aufwiesen als eine Form von Lesebehinderung (Badian, 1983). Doch im Vergleich dazu bleiben mathematische Störungen unter den Lernbehinderten relativ vernachlässigt (Sutaria, 1985, S. 359). Tatsächlich gibt es nur wenige empirische
Geary et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.