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Rezensiert von: Engagement der sechs Kulturen der Akademie Jay R. Dee William H. Bergquist und Kenneth Pawlak. Engagement der sechs Kulturen der Akademie. San Francisco: Jossey-Bass, 2008. 304 S. Gebunden: 45,00. ISBN 13: 978-0-7879-9519-5. Aktuelle Rahmenbedingungen für das Studium der Organisationskultur in der Hochschulbildung sind unzureichend, um unser Verständnis der komplexen Kräfte, die Verhaltensweisen, Handlungen und Ergebnisse in Hochschulen und Universitäten prägen, voranzubringen. Einige Hochschulstudien versuchen, eine Institution in einen bestimmten Typ von Organisationskultur zu kategorisieren und dann zu bewerten, ob dieser kulturelle Typ zur organisatorischen Effektivität beiträgt (z. B. Smart Martin, 1992). Starke Kulturwerte können auch mit einer rigiden Verteidigung des Status quo verbunden sein, die notwendige Veränderungen blockiert. Darüber hinaus können starke Kulturen auch organisatorische Mitglieder isolieren und marginalisieren, deren Glaubenssysteme nicht mit der dominierenden Ideologie der Institution übereinstimmen, wodurch die Organisation neuer Talente und Ideen für Wachstum und Entwicklung beraubt wird. Als Alternative zur Hypothese der "starken Kultur" ermutigen Bergquist und Pawlak Führungskräfte, Fähigkeiten zu entwickeln, um innerhalb der verschiedenen Kulturen zu arbeiten, die ihre Institutionen ausmachen. Insbesondere beschreiben die Autoren sechs Sets von Kulturwerten, die in unterschiedlichem Maße alle Hochschulinstitutionen durchdringen: kollegial, managerial, entwicklungsorientiert, advocacy, virtuell und greifbar. Die kollegiale Kultur, die historisch mit dem Aufstieg der modernen Forschungsuniversität verbunden ist, schätzt Autonomie und akademische Freiheit und misst der wissenschaftlichen Arbeit innerhalb der akademischen Disziplinen eine hohe Bedeutung zu. Die Managementkultur hingegen entwickelte sich parallel zum Aufstieg großer bundesstaatlicher Hochschulsysteme und legt Wert auf Effizienz, Verantwortlichkeit und rationale Planung. Bergquist und Pawlak argumentieren, dass die entwicklungsorientierte Kultur als Reaktion auf die Einschränkungen der kollegialen Kultur entstand, die das Lernen außerhalb der Parameter akademischer Disziplinen vernachlässigte. Die entwicklungsorientierte Kultur schätzt affektive und moralische Entwicklung für Studierende sowie fortlaufende berufliche Entwicklung für Lehrkräfte und Mitarbeiter. Ebenso entstand die Advocacy-Kultur als Reaktion auf Bedenken über den wachsenden Einfluss der Managementkultur. Historisch verbunden mit dem Aufstieg von Fakultäts- und Mitarbeitergewerkschaften, schätzt die Advocacy-Kultur Gleichheit, soziale Gerechtigkeit und kollektives Handeln. Die Autoren verfolgen den Aufstieg der virtuellen Kultur bis hin zu Innovationen in der Kommunikationstechnologie, die tiefgreifende Auswirkungen nicht nur auf Lehrmethoden (Online-Lernen), sondern auch auf die Epistemologie und ...
Jay R. Dee (Di,) hat diese Frage untersucht.
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