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Bei der binauralen Räumlichkeitserzeugung wird allgemein akzeptiert, dass die Wahl der kopfbezogenen Übertragungsfunktionen (HRTFs), insbesondere die Verwendung individuell gemessener HRTFs, Einfluss auf die Lokalisierungsgenauigkeit, Externalisierung und die allgemeine Realität hat. Dennoch wurde der Einfluss der HRTF-Wahl auf die Sprachverstehensleistungen in cocktailpartyähnlichen Szenarien bislang nicht eingehend untersucht. Dieses Papier stellt eine Studie vor, in der 22 Teilnehmer mit einem frontalen Sprachziel und zwei lateralen Störgeräuschen konfrontiert wurden, die mithilfe eines Sets nicht individueller HRTFs räumlich dargestellt wurden. Der Sprachempfangsschwellenwert (SRT) wurde für jede HRTF gemessen. Darüber hinaus wurden die gemessenen Werte unter Verwendung des SRT, der von einem bestehenden Sprachwahrnehmungsmodell vorhergesagt wurde, kompensiert, um insgesamt HRTF-spezifische Vorteile zu entfernen. Die Ergebnisse zeigen signifikante Unterschiede zwischen den SRTs, die mit verschiedenen HRTFs gemessen wurden, konsistent mit den vom Modell vorhergesagten Ergebnissen. Auch individuelle Unterschiede zwischen den Teilnehmern in Bezug auf ihre SRT-Leistungen unter Verwendung verschiedener HRTFs konnten festgestellt werden, jedoch wurde ihre Signifikanz nach der Kompensation reduziert. Die Implikationen dieser Ergebnisse sind für mehrere Forschungsbereiche im Zusammenhang mit räumlichem Hören und Sprachwahrnehmung relevant und deuten darauf hin, dass bei Tests der Sprachverstehensleistungen in binaural gerenderten virtuellen Umgebungen die Wahl der HRTF für jedes Individuum sorgfältig berücksichtigt werden sollte.
Cuevas-Rodríguez et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.