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Die vollständige Remissionsrate und die Überlebensraten auf lange Sicht sind niedrig für ältere Erwachsene, die wegen akuter myeloischer Leukämie (AML) behandelt werden. Aufgrund günstiger Phase-2-Daten mit Mitoxantron und Etoposid führten wir eine Phase-3-Studie (SWOG-9333) durch, in der Patienten über 55 Jahre mit zuvor unbehandelter AML randomisiert wurden, um entweder Mitoxantron (10 mg/m(2) pro Tag x 5) und Etoposid (100 mg/m(2) pro Tag x 5) ME oder Cytarabin (200 mg/m(2) pro Tag x 7) und Daunorubicin (45 mg/m(2) pro Tag x 3) AD als Induktionsbehandlung zu erhalten. Die Randomisierung wurde nach Alter, Beginn der Leukämie und Phänotyp der Multidrug-Resistenz geschichtet. Über einen Zeitraum von 4 Jahren wurden 328 geeignete Patienten aus 66 Institutionen eingeschlossen. Die vollständige Remissionsrate betrug 34 % (95 % Konfidenzintervall CI 26 %-41 %) für Patienten in der ME- und 43 % (CI 35 %-51 %) für Patienten in der AD-Behandlungsgruppe (einseitiger P-Wert.96). Die Raten der resistenten Erkrankung lagen bei 43 % (CI 35 %-51 %) und 34 % (CI 27 %-42 %), jeweils für die 2 Behandlungsarme (einseitiger P-Wert.95). Das geschätzte Gesamtüberleben nach 2 Jahren betrug 11 % (CI 6 %-15 %) und 19 % (CI 12 %-25 %) für Patienten, die randomisiert zur ME- bzw. AD-Induktionsbehandlung zugewiesen wurden (einseitiger P-Wert.99). Nach Berücksichtigung der unabhängigen prognostischen Faktoren, die mit dem Überleben assoziiert sind (Karyotyp, Leistungsstatus, Alter, Leukozytenzahl), deutete die explorative Analyse darauf hin, dass das Überleben für Patienten, die ME im Vergleich zu AD-Induktionsbehandlung erhielten, schlechter war (zweisidiger P-Wert.0066). Wir kommen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse unserer Studie keinen Nutzen des Einsatzes von ME-Induktionschemotherapie anstelle von AD bei älteren Patienten mit AML zeigen.
Anderson et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.