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Think-Pair-Share (TPS) ist eine Lehrstrategie, die darauf abzielt, die Teilnahme im Unterricht zu erhöhen, insbesondere bei schüchternen Schülern. Nachdem sie selbst nachgedacht haben, sprechen die Schüler mit ihrem Sitznachbarn, um ihre Ideen auszutauschen, und zeigen schließlich ihre Bereitschaft zur Teilnahme am Unterricht, indem sie ihre Hand heben. In der vorliegenden Feldstudie haben wir TPS mit 393 Schülern der neunten Klasse gegen zwei Variationen getestet: Think-Share (TS; zuerst nachdenken, dann Hand heben) und Share (S; direkt Hand heben). Die Schüler berichteten über ihre Schüchternheit und gaben in jeder Bedingung an, wie oft sie die Hand hoben, sowie über ihre Zustandsangst und Beweggründe für das (Nicht-)Handheben. Die Analysen zeigten, dass TPS zu mehr Handheben im Vergleich zur S-Bedingung führte. Niedrigere Handhebewerte bei TS wurden vollständig durch die Zustandsangst vermittelt. Schüchterne Schüler berichteten über soziale Bewertungsbedenken und hoben ihre Hand seltener als ihre nicht-schüchternen Mitschüler, profitierten jedoch ebenfalls von TPS. Diese Ergebnisse deuten auf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Gleichaltrigen für die Teilnahme im Unterricht hin.
Mundelsee et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.
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