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Die US-Streitkräfte sind zunehmend in eine Vielzahl multinationaler Friedens- und humanitärer Hilfsmissionen involviert. Wie gut kampferfahrene Einheiten und Soldaten sich auf diese neuen Rollen einstellen, wird den Erfolg der USA in solchen Operationen sowie die zukünftige Gesundheit und Einsatzbereitschaft der Streitkräfte bestimmen. Bei der Vorbereitung der Soldaten auf solche Missionen ist es entscheidend, dass Führungskräfte und Gesundheitsdienstleister ein klares Verständnis der Art der Stressoren haben, mit denen sie wahrscheinlich konfrontiert werden. Dieser Bericht fasst die Ergebnisse einer longitudinalen, beschreibenden Fallstudie einer medizinischen Einheit der US-Armee zusammen, die eine Friedensmission im ehemaligen Jugoslawien durchführte. Ziel der Untersuchung war es, die wichtigsten Stressquellen zu identifizieren und die Auswirkungen dieser Stressoren auf die Gesundheit, Moral und mentale Bereitschaft der Soldaten zu umreißen. Die Ergebnisse deuten auf eine Reihe psychologischer Stressoren hin, die in den unterschiedlichen operativen Phasen einer Friedensmission variieren. Darüber hinaus korreliert das Ausmaß des erlebten Stresses in verschiedenen Bereichen signifikant mit Depressionen, psychiatrischen Symptomen und niedrig rapportierter Moral. Die Bandbreite der Stressoren wird reduziert und in einem konzeptionell abgeleiteten Modell von fünf zugrunde liegenden Dimensionen psychologischen Stresses zusammengefasst, die für die Anpassung von Soldaten in Friedensoperationen relevant sind: Isolation, Mehrdeutigkeit, Machtlosigkeit, Langeweile und Gefahr/Drohung. Dieses Modell bietet eine nützliche heuristische Grundlage für das Nachdenken über Stress in Friedensoperationen und führt zu mehreren Empfehlungen für "Gegenmaßnahmen", die organisatorische Führungskräfte ergreifen können, um die psychologische Einsatzbereitschaft der Soldaten während Friedensoperationen aufrechtzuerhalten.
Bartone et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.