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Der technologische Determinismus ist unter Journalisten verbreitet, wenn sie über Veränderungen in ihrem Beruf nachdenken; mehrere Studien zeigen, dass Journalisten der Technologie große Macht und unabhängige Handlungsmacht zuschreiben. Es gibt mindestens zwei Gründe für das Fortbestehen des technologischen Determinismus als erklärender Faktor unter Journalisten in Bezug auf ihre eigene Arbeit: Erstens ist Technologie ein hochintegrierter und daher sehr greifbarer Teil des Arbeitsalltags von Journalisten; und zweitens hat das technologische Paradigma zur Erklärung von Veränderungen im Journalismus tiefe historische Wurzeln. Es wird argumentiert, dass die Analyse von Journalismus als Arbeit eine Möglichkeit bietet, sowohl die Integration von Technologie in die alltäglichen Arbeitspraktiken von Journalisten als auch die Geschichte der Wechselbeziehungen zwischen Journalismus und Technologie zu adressieren. Weiterhin wird argumentiert, dass die Journalismusforschung als Fachbereich dem Journalismus als Arbeit nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt hat. Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem zweiten Teil dieses Forschungsprogramms, d.h. der historischen Analyse von Journalismus als Arbeit. Der Analyserahmen basiert auf der Theorie des Arbeitsprozesses und konzentriert sich auf vier Themen in der Geschichte des Journalismus: (1) die Bedeutung der Trennung von Konzeption und Ausführung der Arbeit; (2) die zunehmende Differenzierung des Arbeitsprozesses; (3) die Nutzung von Technologie zur Steigerung der Produktivität; und (4) die Entqualifizierung der Arbeit.
Henrik Örnebring (Mon.) hat diese Frage untersucht.