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Akademische Unehrlichkeit gefährdet die Integrität der Leistungsbewertung, weshalb es entscheidend ist, die verschiedenen Arten und Prädiktoren solchen Verhaltens zu verstehen. Betrug in der zweiten Partei, der sich auf die Unterstützung und Begünstigung von Betrugsverhalten bezieht, ist ebenso verbreitet wie individueller Betrug, hat jedoch nur begrenzte Forschungsaufmerksamkeit erhalten. Wir gehen darauf ein und untersuchen die sozialen Gründe für ein solches Verhalten. Wir betrachten soziale Ziele (fokussiert auf zwischenmenschliche Beziehungen) und kooperative Normen als Prädiktoren. Wir haben ihre Haupteffekte und Interaktionen in einer vorregistrierten, langfristigen, deutschlandweiten Studie mit 856 Studierenden untersucht. Drei von vier Studierenden berichteten, im Laufe des Semesters in mindestens einer Form des Betrugs in der zweiten Partei engagiert gewesen zu sein. Strukturgleichungsmodelle bestätigten, dass sowohl soziale Ziele als auch kooperative Normen den Betrug in der zweiten Partei positiv prädiktiv beeinflussten, ohne Hinweise auf eine Interaktion. Betrug in der zweiten Partei war nur schwach mit individuumbezogenen Betrugsverhalten verbunden und wurde im Gegensatz dazu nicht signifikant durch akademische Meisterschafts- und Leistungsziele vorhergesagt, was auf unterschiedliche motivationale Mechanismen hinweist. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass Betrug in der zweiten Partei sich von individueller Betrug unterscheidet und in anderen Ursachen verwurzelt ist, was weitere Forschungen erfordert. Die Auseinandersetzung mit dieser Art von akademischer Unehrlichkeit, insbesondere mit sozialen Gründen, könnte Interventionen bereichern, um akademische Unehrlichkeit effektiver anzugehen.
Daumiller et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.
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