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Drei Experimente wurden durchgeführt, um die P300-Komponente der menschlichen evozierten Antwort als Index für die bisensorische Informationsverarbeitung zu bewerten. In verschiedenen Versuchsblöcken wurden den Probanden akustische Reize allein, visuelle Reize allein oder audiovisuelle Kombinationen präsentiert. In jeder Serie gab es zwei mögliche Reize, von denen einer seltener präsentiert wurde als der andere; die Aufgabe der Probanden bestand darin, die seltenen Reize zu zählen. In den ersten beiden Experimenten war die Information in den beiden Modalitäten redundant, während sie im dritten Experiment nicht-redundante Informationen bereitstellte. Bei redundanter Information zeigte die P300-Latenz eine bisensorische Erleichterung, wenn die unimodalen P300-Latenzen ähnlich waren; wenn die unimodalen Latenzen unterschiedlich waren, trat die bisensorische P300 zu der Latenz des früheren unimodalen P300 auf. Die Reaktionszeiten parallelisierten die P300-Latenz. In der Situation mit nicht-redundanter Information zeigten sowohl die P300-Amplitude als auch die Reaktionszeitdaten eine Interferenz zwischen den beiden Modalitäten, unabhängig davon, welche Modalität aufgaberelevant war. P300-Latenz und Reaktionszeit varierten in dieser Situation nicht. Diese Daten deuten darauf hin, dass die P300-Latenz und -Amplitude bisensorische Interaktionen widerspiegeln und dass die P300 ein wertvolles Werkzeug zur Bewertung von Gehirnprozessen während komplexer Entscheidungsfindung darstellt.
Squires et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.