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Wir haben ein mehrstufiges Modell des Wertewandels eingeführt, um den sich verändernden sozialen Kontext des Wildtierschutzes zu beschreiben. Unser Modell zeigt, wie kulturelle Prozesse, die durch Modernisierung (z.B. steigender Wohlstand, Bildung und Urbanisierung) vorangetrieben werden, Veränderungen in der kognitiven Wahrnehmung auf individueller Ebene beeinflussen, die einen Wandel von Dominanz- zu Mutualismuswerten im Wildtierschutz anstoßen. Dominanzwerte fördern den Glauben, dass Wildtiere hauptsächlich zum Nutzen der Menschen verwendet werden sollten, während Mutualismuswerte die Ansicht vertreten, dass Wildtiere Teil des sozialen Netzwerks einer Person sind und Fürsorge und Mitgefühl verdienen. Solche Verschiebungen erzeugen emergente Effekte (z.B. neue Interessengruppen) und Herausforderungen für Organisationen im Wildtierschutz (z.B. zunehmende Konflikte) und verändern dramatisch den soziopolitischen Kontext von Naturschutzentscheidungen. Obwohl dieses Modell wahrscheinlich auf viele modernisierte Länder anwendbar ist, haben wir es mit Daten aus einer landesweiten Umfrage (Post- und E-Mail-Panel) 2017-2018 über 43.949 Einwohner in den Vereinigten Staaten getestet. Wir haben hierarchische lineare Modellierungen und korrelative Analysen durchgeführt, um Zusammenhänge zu untersuchen. Modernisierungsvariablen hatten starke staatliche Auswirkungen auf Dominanz und Mutualismus. Höhere Bildungs-, Einkommens- und Urbanisierungsniveaus waren mit höheren Anteilen von Mutualisten und niedrigeren Anteilen von Traditionalisten verbunden, die starke Dominanzwerte vertreten. Werte beeinflussten Einstellungen zu Herausforderungen im Wildtierschutz; beispielsweise waren Staaten mit höheren Anteilen von Mutualisten weniger unterstützend gegenüber der tödlichen Bekämpfung von Wölfen (Canis lupus) und hatten niedrigere Anteile aktiver Jäger, die die traditionelle Klientel staatlicher Wildtierbehörden in den Vereinigten Staaten darstellen. Wir behaupten, dass Agenturen neue Strategien annehmen müssen, um einen wachsenden Teil der Öffentlichkeit mit Mutualismuswerten zu engagieren und zu repräsentieren. Unser Modell verdient es, auf seine Anwendbarkeit in anderen Ländern getestet zu werden.
Manfredo et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.
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