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HINTERGRUND: Ziel dieser Übersichtsarbeit war es, die verfügbare Literatur zu prodromalen und residualen Symptomen der unipolaren Major Depression und der bipolaren Störung zu untersuchen. METHODEN: Es wurde sowohl eine computerisierte (Medline) als auch eine manuelle Literatursuche durchgeführt. ERGEBNISSE: Bei einem erheblichen Teil der Patienten mit affektiven Störungen kann eine prodromale Phase identifiziert werden. Die meisten Patienten berichten von residualen Symptomen trotz erfolgreicher Behandlung. Residuale Symptome in der Remission haben einen starken prognostischen Wert. Es scheint eine Beziehung zwischen residualer und prodromaler Symptomatik zu geben (das Rückroll-Phänomen). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Bewertung subklinischer Symptomatik bei affektiven Störungen hat wichtige Implikationen für pathophysiologische Krankheitsmodelle und die Rückfallprävention. Bei Depressionen kann die spezifische Behandlung residualer Symptome das langfristige Ergebnis verbessern, indem sie auf jene residualen Symptome einwirkt, die sich zu Prodromen eines Rückfalls entwickeln. Bei bipolarer Störung kann die Verringerung subklinischer Schwankungen und die Verbesserung des Funktionsniveaus durch spezifische therapeutische Strategien zu den Vorteilen beitragen, die durch Lithiumprophylaxe bereitgestellt werden.
Giovanni A. Fava (Fri,) hat diese Frage untersucht.