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Die Abholzungsrate Boliviens in den 1990er Jahren gehörte zu den schnellsten im gesamten Amazonasbecken. Diese drastische Rodung stand in scharfem Kontrast zu den relativ langsamen Veränderungen der Landschaft, die in den vorhergehenden Jahrzehnten vorherrschten. Dieser Artikel überprüft die Modelle zur Erklärung der Abholzung und argumentiert, dass der neue Kontext von Globalisierung, struktureller Anpassung, regionaler Integration und schnellem technologischem Wandel zum beschleunigten Waldfällen in den 1990er Jahren beigetragen hat. Der Autor schlägt vor, dass viele Umweltpolitiken, die in den 1970er und 1980er Jahren entwickelt wurden, die aktuelle Räumungssituation nicht mehr effektiv ansprechen und dass sich die heutigen Grenzen erheblich von den früheren unterscheiden. Die weit verbreitete Vorstellung, dass intensive Produktion per se die Abholzung verringert, könnte an tropischen agro-industriellen Grenzen, wie den Sojabohnenzonen Boliviens und Brasiliens, ungültig sein.
Susanna B. Hecht (Dienstag) hat diese Frage untersucht.