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Seit den 1960er Jahren haben Umfragedaten gezeigt, dass erhebliche Anteile von Frauen, die das Kindergeld stoppen oder hinauszögern wollten, keine Verhütung praktiziert haben. Diese Diskrepanz wird als "unbefriedigter Bedarf" an Verhütung bezeichnet. Die traditionelle Interpretation, dass diesen Frauen der Zugang zu Verhütungsmitteln und -dienstleistungen fehlt, hat wiederum zu einem Schwerpunkt auf der Erweiterung von Familienplanungsprogrammen geführt. Diese Studie analysiert Umfragedaten und verwandte anthropologische Studien zu den Ursachen des unbefriedigten Bedarfs und kommt zu dem Schluss, dass die herkömmliche Erklärung unzureichend ist. Obwohl der geografische Zugang zu Dienstleistungen für viele Umgebungen nach wie vor ein Problem bleibt, sind die Hauptgründe für die Nichtnutzung mangelndes Wissen, Angst vor Nebenwirkungen und soziale sowie familiäre Missbilligung. Dieses Ergebnis unterstreicht die Notwendigkeit, in Dienstleistungen zu investieren, die nicht nur Verhütungsmittel bereitstellen, sondern auch eng verwandte Gesundheits- und soziale Bedürfnisse potenzieller Klienten ansprechen. Programme sind wahrscheinlich am erfolgreichsten, wenn sie über die herkömmlichen Grenzen der Dienstleistungsbereitstellung hinausgehen, um die kulturellen und familiären Faktoren zu beeinflussen und zu verändern, die die freiwillige Nutzung von Verhütung einschränken.
Bongaarts et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.