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HINTERGRUND: Flughäfen sind die Eingänge zu Infektionskrankheiten. Besonders zu Beginn eines Ausbruchs spielen Informationen und Kommunikation eine wichtige Rolle, um die frühzeitige Erkennung von Anzeichen oder Symptomen zu ermöglichen und Passagiere dazu zu ermutigen, angemessene präventive Verhaltensweisen zu übernehmen, um die Ausbreitung der Krankheit zu begrenzen. ZIELE: Die Angemessenheit der den Flughafenpassagieren und -mitarbeitern zur Verfügung gestellten Informationen in Bezug auf ihre Anliegen zu bestimmen. METHODEN: Zu Beginn der Influenza A/H1N1-Epidemie (29.-30. April 2009) wurden qualitative halbstrukturierte Interviews (N = 101) am Frankfurter Flughafen mit Passagieren, die entweder aus Mexiko zurückkehrten oder dorthin reisten, sowie mit Flughafenmitarbeitern, die engen Kontakt mit diesen Passagieren hatten, durchgeführt. Die Interviews konzentrierten sich auf Wissen über Schweinegrippe, Informationsbedürfnisse und Angst oder Besorgnis über den Ausbruch. ERGEBNISSE: Die Ergebnisse zeigten, dass der Wunsch nach mehr Informationen mit höherer Besorgnis verbunden war - die am wenigsten besorgten Teilnehmer wollten keine zusätzlichen Informationen, während die am stärksten besorgten Teilnehmer ein breites Spektrum an Informationsbedürfnissen berichteten. Flughafenmitarbeiter, die mit Passagieren in Kontakt standen, die aus dem Epizentrum des Ausbruchs reisten, wiesen die höchsten Angst- oder Besorgnisniveaus auf, zusammen mit dem Wunsch, von ihrem Arbeitgeber angemessen informiert zu werden. FAZIT: Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Informationsstrategien nicht nur die exponierten oder potenziell exponierten Gruppen ansprechen sollten, sondern auch Gruppen, die sich gefährdet fühlen. Zu identifizieren, welche Informationen diese verschiedenen Passagier- und Mitarbeitergruppen erhalten möchten, wird eine wichtige Aufgabe bei zukünftigen Ausbrüchen von Infektionskrankheiten sein.
Dickmann et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.